Querkraftübertragungsbeiwerte
Für U-Spundbohlen werden die Reduktionsbeiwerte βB und βD eingeführt, um die mögliche Verringerung der Querkraftübertragung in den Schlössern, also des Kopplungsgrads in den Schlössern benachbarter Spundbohlen, zu berücksichtigen.
Der Beiwert βB wird bei der Berechnung des Biegemomentswiderstands der Wand verwendet:
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mit: | MRd | - | Bemessungswert des Biegewiderstands des Querschnitts |
βB | - | Beiwert zur Berücksichtigung der möglichen Reduzierung des Widerstandsmoments der Spundbohlen |
W | - | elastisches Widerstandsmoment |
fy | - | Streckgrenze des Stahls |
U-Spundbohle
Der Beiwert βD beeinflusst die Biegesteifigkeit der Spundwand, d. h. die Berechnung der horizontalen Verformungen und Schnittgrößen:
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mit: | I | - | Flächenträgheitsmoment einer durchlaufenden Wand |
E | - | Elastizitätsmodul des Stahls |
βD | - | Beiwert zur Berücksichtigung der möglichen Reduzierung der Biegesteifigkeit von Spundbohlen |
Die Beiwerte βB und βD werden durch folgende Faktoren beeinflusst:
- die Art des Gründungsbodens, in den die Spundbohlen eingebracht werden
- die Art des eingebrachten Elements
- die Anzahl der Abstützungsebenen und die Art ihrer Aussteifung in der Wandebene
- das Einbringverfahren
- die auf der Baustelle angewendete Behandlung der Schlösser (Fettschmierung, teilweise Verbindung durch Schweißen, Kopfbalken usw.)
- die Höhe des Kragarms der Wand (d. h. wenn die Wand oberhalb oder unterhalb der höchsten Aussteifung deutlich auskragt)
Bei vollständiger Kopplung wird βB = βD = 1.0 angesetzt. Es können auch andere Werte verwendet werden, z. B. empfohlene Werte nach EN 1993-5.