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Nachweis gemäss EN 1993-5

1. Nachweis für Biegung (ohne Normalkraft)

Der Bemessungswert des Biegewiderstands für U-Spundbohlen beträgt:

wobei:

Mc,Rd

-

Bemessungswert des Biegewiderstands des Querschnitts

βB

-

Beiwert zur Berücksichtigung einer möglichen Verminderung des Widerstandsmoments von U-Spundbohlen infolge unzureichender Schubkraftübertragung in den Schlössern

Wel

-

elastisches Widerstandsmoment, bestimmt für eine durchgehende Wand

fy

-

Streckgrenze des Stahls

γM0

-

Teilsicherheitsbeiwert für den Querschnittswiderstand

Der Bemessungswert des Biegewiderstands für andere Querschnitte beträgt:

Der Ausnutzungsgrad wird bestimmt zu:

wobei:

MEd

-

Bemessungswert des Biegemoments

2. Nachweis für die Kombination aus Biegung und Normalkraft

Spundbohle

Der abgeminderte Bemessungswert des Biegewiderstands unter Berücksichtigung der Normalkraft beträgt:

wobei:

MN,Rd

-

infolge Normalkraft verminderter Bemessungswert des Biegewiderstands

NEd

-

Bemessungswert der Normalkraft

Npl,Rd

-

plastischer Bemessungswert des Widerstands des Querschnitts gegen Normalkraft

Der plastische Bemessungswert des Widerstands gegen Normalkraft ergibt sich zu:

wobei:

A

-

Querschnittsfläche

Der Ausnutzungsgrad lautet:

Andere Querschnitte

Der Ausnutzungsgrad lautet:

wobei:

σX,Ed

-

grösste Normalspannung im Querschnitt infolge Moment und Normalkraft

3. Nachweis für Querkraft:

Die elastische Schubspannung im Schwerpunkt des Querschnitts wird berechnet zu:

wobei:

VEd

-

Bemessungswert der Querkraft

S

-

statisches Moment bezogen auf die Schwerachse

I

-

Flächenträgheitsmoment des gesamten Querschnitts

t

-

Querschnittsdicke im Schwerpunkt

Der Ausnutzungsgrad für Querkraft wird bestimmt zu:

4. Nachweis für Schubbeulen

Schubbeulen wird berechnet, wenn die folgende Bedingung erfüllt ist:

wobei:

c

-

schräge Höhe des Stegs der Stahlspundbohle

tW

-

Nenndicke des Stegs der Stahlspundbohle

Spundbohle:

Der Widerstand gegen Schubbeulen wird bestimmt zu:

wobei:

h

-

Gesamthöhe der Spundwand

fbv

-

Schubbeulfestigkeit für einen Steg ohne Steifen und für die relative Schlankheit des Stegs; diese ergibt sich aus:

wobei:

λ

-

relative Stegschlankheit

E

-

Elastizitätsmodul des Stahls

Andere Querschnitte:

Der Widerstand gegen Schubbeulen wird bestimmt zu:

wobei:

χw

-

Beiwert für den Beitrag des Stegs zum Widerstand gegen Schubbeulen

fyw

-

Streckgrenze des Stegs

hw

-

Steghöhe

wobei: Faktor χw

Wert λW

χW

λW <0,83/η

η

0,83/ηλW <1,08

0,83/λW

λW ≥ 1,08

0,83/λW

Der Schlankheitsbeiwert λw ist zu bestimmen aus:

Der Ausnutzungsgrad für Schubbeulen wird bestimmt zu:

wobei:

Q

-

Bemessungswert der Querkraft

5. Nachweis für die Kombination aus Biegung, Querkraft und Normalkraft:

Querschnitte mit definierter Schubfläche Av:

Der Nachweis für die Kombination aus Biegung, Querkraft und Normalkraft wird durchgeführt, wenn eine grosse Querkraft vorliegt, d. h. wenn:

wobei:

Vpl,Rd

-

plastischer Querkraftwiderstand

Der plastische Querkraftwiderstand ergibt sich zu:

wobei:

AV

-

Schubfläche

Die infolge Querkraft verminderte Streckgrenze ergibt sich zu:

mit dem Abminderungsfaktor ρ:

Der Ausnutzungsgrad lautet:

wobei:

σx,Ed

-

grösste Normalspannung im Steg infolge Moment und Normalkraft

Andere Querschnitte

Der Ausnutzungsgrad lautet:

wobei:

σx,Ed

grösste Normalspannung im Querschnitt infolge Moment und Normalkraft

τEd

mittlere Schubspannung über den Querschnitt

Empfohlene Werte für Abminderungsbeiwerte infolge unzureichender Schubkraftübertragung sowie für Korrosionsraten können der Norm entnommen werden. Diese Werte werden im Dialogfenster zur Eingabe des Spundwandquerschnitts angesetzt.

Literatur: EN 1993-5

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